CyTRAP Labs – mobiles Arbeiten und KMUs

CyTRAP Labs – mobiles Arbeiten und KMUs

Ueberzeugungs-Marketing – warum der Kunde bei Procter & Gamble – Gillette nicht immer der Boss ist

December 1st, 2007 · No Comments

Wir brachten:

1 – Netzwerkmarketing und Mundpropaganda fuer KMUs – die 6 Maerchen

2 – Netzwerkmarketing und Mundpropaganda fuer KMUs – es reicht oftmals nicht

Ueberzeugungs-Marketing auch Post-Marketing genannt

Den Kunden zum Kauf ueberzeugen ist sicherlich wichtig – aber wenn er sich nacher verschaukelt fuehlt — dann ist Feuer im Dach

Wir zeigen Ihnen dies anhand eines Beispieles von Procter & Gamble – Gillette -

Gillette war schon immer ein Leader auf dem Gebiete der Nassrasur und Rasiergels. Die Firma hat mit innovativen Ansaetzen auch immer versucht die Produkte zu verbessern. Dies ist sicherlich einer der Gruende warum Procter & Gamble die Firma Gillette uebernommen hat (Ende 2005 war die Uebernahme abgeschlossen).

Wir haben uns von der innovativen Technologie des Gillette Fusion Power Stealth Nassrasierers auch ueberzeugen lassen und das Produkt waehrend einer Rabattaktion im September 2007 gekauft.

noch mehr Klingen damit eine noch bessere Rasur ensteht Wenn sie Schwierigkeiten haben diese Graphik zu sehen – if you have trouble viewing this chart check here- Die Gillette Fusion Power Stealth Nassrasur – mit BatterieDie Firma Gillette hat mit einem Zusatzrabatt versucht die Leute zum Kauf dieses nicht gerade billgen Produktes zu ermuntern. Neben dem Rabatt von gut 20% bei der Migros zum Normalpreis gab es auch noch eine Rabattaktion von Gillette. Diese bot nochmals Rabatt nach einsenden des Verkaufsbeleges an eine dazu beauftragte Agentur.

Also haben wir den Kassenbeleg an die aufgefuehrte Firma in St. Gallen (fuer CH KundenInnen) geschickt. Diese sollte laut Gillette Werbun einem dann noch den Rabatbetrag von Sfr. 15.00 (fuer Rasierer plus ein Satz Klingen – Fusion Power Rasiersystem) PLUS Postgebuehren (Sfr. 1.00) ueberweisen.

Alles gut, doch leider hat die Firma die Postgebuehren nie ueberwiesen. Somit wollten wir einmal wissen wie sowas ablaeuft und haben uns bei der Medienstelle in der BRD erkundigt welche auch fuer die Schweiz zustaendig ist. Unsere Anfrage vom 2007-11-15 hier:

Ueberzeugungs-Marketing ein Erfolg aber das Vertrauen beim Kunden hat gelitten – Nachfrage bei Procter & Gamble

Liebe Frau XXXX

Wir haben mit Interesse Ihre Marketing Aktion fuer den Stealth Rasierer in der Schweiz – Migros verfolgt.Das Ganze haben wir getested und sind wie folgt vorgegangen:

a) gekauft, reduzierter Preis etc.

b) Coupon eingeschickt, hiess Geld plus Postgebuehren

c) erhalten Geld ohne Postgebuehren, wir haben den Bankbeleg der Ueberweisung gescannt und beigefuegt an dieses eMail

Nun unsere Anfrage, wie kontrolliert ihre Firma das die Unterfirmen (Outsourcer) diese Zahlungen richtig ausfuehren:

1) gemeass der eingegangenen Belege UND

2) der im Marketing Material gemachten Versprechungen (z.B. zzgl Postbebuehren)

Wir bedanken uns fuer eine Antwort schon jetzt. Wir moechten dann Ihre Antwort in unserem Artikel beruecksichtigen.

Mit freundlichen Gruessen

Die Antwort mit einer Entschuldigung kam von Proctor & Gamble am naechsten Werktag 2007-11-17 bei unserer Mailbox an und lautete wie folgt:

Post-Marketing — so wird wohl kaum Vertrauen geschaffen

Sehr geehrter Herr XY,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Gillette Promotion Aktion.

Die Abwicklung der Aktion übernimmt eine von uns beauftragte und instruierte Agentur. Die Kontrolle wird z.B. über interne Audits sichergestellt.

Mit Bedauern haben wir Ihrer Mail entnommen, dass die Portokosten in Ihrem Fall nicht ueberwiesen wurden. Wir haben bereits Ruecksprache mit der Agentur genommen, um sicherzustellen, dass so ein Versehen nicht wieder vorkommt.

Mit freundlichen Gruessen
*************************************************
Procter & Gamble Service GmbH
Public Relations Germany, Austria, Switzerland
GILLETTE / BRAUN / DURACELL
XXXXXX
Sulzbacherstr. 40
D-65824 Schwalbach a.T.tel.: 06196 – 89 1924
e-fax:06196 – 89 21924

Leider haben wir aber von einem unserer Leser erfahren, dass er die gleiche Erfahrung wie wir auch ende November mit dieser Aktion machen musste (dauert vom 17.08.2007 bis 31.12.2007). Die Postgebuehren wurden nicht wie versprochen zurueckerstattet (freuen Sie sich auf bis zu CHF 15 plus Porto, die Ihnen dann automatisch auf Ihr Konto ueberwiesen werden). Dies bedeutet vielleicht zwei Dinge:

 

A) die Kontrolle von Procter & Gamble bei der Agentur welche diese Rabattueberweisungen an die Kunden durchfuehrt scheint nicht gut zu funktionieren – Ueberweisungen sind auch dieser Tage noch nicht so wie in der Werbekamagne ausgefuehrt (d.h. ohne Portorueckverguetung) vorgenommen worden, dies musste unsere Testperson auch noch vor ein paar Tagen feststellen, UND/ODER

B) Procter & Gamble will ein wenig Kosten sparen.

Dies ist bedauerlich da Procter & Gamble stolz ist mit Kunden nach dem folgenden Prinzip zu verfahren:

Der Verbraucher ist der Boss

Wenn Ueberzeugungs-Marketing funktioniert ist es eine Tolle Sache. Dies bedingt jedoch, dass dann auch bei den Rabattaktionen alles reibungslos ablaeuft. Die in den Werbedokumentationen gemachten Versprechen muessen dabei unbedingt eingehalten werden.

Dank Outsourcing (P&G hat die Rueckverguetungen outgesourced bei der Firma MS Mail Service, Fuerstenlandstrasse 35, 9001 St. Gallen) braucht es jedoch Kontrolle, dass die Arbeit sachgerecht und regelkonform ausgefuehrt wird vom Outsourcer.  Der Audit muss hier Gewissheit verschaffen, dass der Outsourcer die Regeln ganz genau einhaelt und nicht solche Fehler macht. Eine Entschuldigung an den Kunden macht nur einen Teil des Schadens gut. Noch schlimmer ist, das trotz Versicherung von P & G beim Ousourcer nachgefragt zu haben, die Rabattaktion auch heute noch nicht korrekt funktioniert. Wir hier der Kunde, P & G, oder sogar beide von der MS Mail Service fuer dumm verkauft?

Dies ist ein Beispiel wo das Ueberzeugungs-Marketing zwar funktionierte (der Kunde hat gekauft) jedoch leider das Vertrauensverhaeltnis zur Firma dank dem Problem mit der Rueckverguetung (zuwenig – ohne Porto Rueckverguetung) gelitten hat.

Kurz, bei der naechsten Gillette Fusion Power Stealth oder irgendeiner von Procter & Gamble (z.B. Braun, Gillette, Duracell, etc.) Werbekampagne werden wir uns vorher reiflich ueberlegen ob wir da ueberhaupt mitmachen wollen und wenn nicht, gibt es kein Kauf = Ueberzeugungs-Marketing wird nicht funktionieren. Dies bedeutet, wie in der Forschung bewiesen (siehe unten) und in der Praxis getestet, Ueberzeugungs-Marketing funktioniert oft, aber wenn dann am Schluss das Vertrauen des Kunden in den Hersteller vermindert ist dies bedauerlich.  In der Zukunft braucht es dann noch groessere Werbeaufwendungen um den Kunden zum Kauf zu ueberzeugen – dies ist dann nicht mehr effektives Marketing.

MEHR INFORMATIONEN IN SACHEN UEBERZEUGUNGS-MARKETING

- power of pursuasion (Ueberzeugungs-Marketing)- Working Papers (Diskussionsbeitraege)

- power of pursuasion (Ueberzeugungs-Faktor) – Publikationen

-

60% DER LESER HABEN EIN ABONNEMENT

dem besseren Risiko Management und Marketing (z.B. Web 2.0) zu Liebe – werden Sie Mitglied der 60% von LESERN WELCHE SICH SCHON EIN ABO GESICHERT HABEN.

- advisory, zero-day exploits and regulatory intell via Warnung, Newsletter oder

RSS feed

Tags: Braun · Duracell · Gillette · Gillette Fusion Power Stealth · KMU · MS Mail Service St. Gallen · Mach 3 · Marketing Kampagne · Migros Limmatplatz · Mundpropaganda · Netzwerkmarketing · Post Marketing · Procter & Gamble Service GmbH · Rabattaktion · St. Gallen · Stealth Rasierer · VErtrauensmarketing · Verkaufskampagne · Vertrauens Marketing · Vertrauens Marketing wie man es nicht macht · Web 2.0 · der Verbraucher ist der Boss · outsourcer · outsourcing

No Responses to “Ueberzeugungs-Marketing – warum der Kunde bei Procter & Gamble – Gillette nicht immer der Boss ist”

  • There are no comments yet...Kick things off by filling out the form below.

  • Leave a Comment

    Subscribe without commenting